Knie-OP | Blog

Daumen hoch | Daumen runterKaum zu glauben das es jetzt schon ein Jahr her ist, das ich mich unters Messer legte. Zwick mich mal jemand! Okay, grad niemand da! Ja es ist wahr, vor fast genau einem Jahr, am 23. März 2012 wurde ich am rechten Knie operiert und seit dem ist unglaublich viel passiert. Wo knüpfe ich nur an? Ach am Besten da, wo ich aufgehört habe, nämlich bei meinem letzten Blog-Beitrag.

Dezember 2012: Ab in die Sonne

Der Dezember stand unter dem Motto "Ab in die Sonne"! Am 14. Dezember 2012 ging mein Flug nach Südamerika. Auf dem Plan standen 4 Wochen Wellenreiten, vornehmlich an den schönsten Surfspots Chiles. Zusammen mit 4 Gleichgesinnten ging es von Santiago de Chile aus Richtung Süden, immer am Pazifik entlang. Dieser erwies sich als angenehm kühl. Somit waren sichtbare Peinlichkeiten rund um den Neoprenanzug ob der durchaus nett anzuschauenden Beach-Babes quasi ausgeschlossen.

Topocalma surfspot chile

Das warme Wetter Chiles erwies sich als perfekte Medizin für mein angeschlagenes Gemüt. Die sommerlichen Temperaturen (23 Grad) wirkten wie ein Booster auf mein operiertes Knie. (Ich kann nur jedem empfehlen sich nach einer Knie-OP in den wärmeren Gefilden zu tummeln. Ohne Zweifel, Wärme hilft!) Vor Chile plagten mich ein paar Sorgen, dass die Belastung des Wellenreitens auf das Knie negative Folgen haben könnte. Wie sich nach dem Urlaub herausstellte waren diese aber unbegründet.

Keine Probleme nach 4 Wochen Sport

Nurese RatchedNach meinem Südamerika-Trip, der ja quasi aus vier Wochen Sport bestand, stattete ich dem Onkel Doktor nochmal einen Besuch ab. Genauer gesagt war ich beim Gefäßchirurgen. Das Ziel war checken zu lassen, ob mit dem Bein und insbesondere den Lymphen alles in Ordnung ist. Nach etwa 20 Minuten und einer 10 Liter-Ultraschallgel-Salbung später stand das Ergebnis fest: "Alles in Ordnung, sie können sich wieder anziehen!" Sodann beendete ich meinen Strip vor den inzwischen hinzugekommenen, aber nicht sonderlich heißen beiden Krankenschwestern und zog gut gelaunt von dannen.

Fazit: Der Surf-Urlaub im sonnenreichen Chile hatte einen durchaus positiven Effekt auf die Gesundung meines Knies.

Und wie gings weiter?

Im Alltag habe ich bis heute kaum noch nennenswerte Schwierigkeiten mit dem Knie. Weder Schmerzen, noch Bewegungseinschränkungen. Allerdings mag mein Knie sehr langes Sitzen nicht. Das äussert sich dann in einem ganz leicht unangenehmen Gefühl nach dem Aufstehen. Dieses ist aber nach ein paar Metern Gehen wieder verschwunden.

Joggen und Ballsportarten sind auch kein Problem. Allerdings kostet es am Anfang immer ein wenig Überwindung bis an die Belastungsgrenze zu gehen. Mein Tip: Hört echt auf euren Körper, er sendet euch Signale wenn es ihm zuviel wird. Mir hat das sehr geholfen die Belastung Schritt für Schritt zu steigern.

 

 

7 Kommentare zu “Ein Jahr nach der Knie-OP: Eine Bestandsaufnahme”

  • Tina

    5. April 2013 at 07:32

    Hallo, ich finde Deinen Blog super. Ich meine man weiß es ja selbst das es wohl wieder wird, aber es ist auch schön zu lesen. Tja, Geduld werde ich noch brauchen, meine OP steht noch bevor, ich werde erst am 29.04.2013 operiert. Aber Dein Blog hat mir schon sehr geholfen, ist doch auch schön wenn man liest das es zwar lange dauert, aber wieder gut wird.

    • Thomas

      14. April 2013 at 11:59

      Hi Tina,
      danke für das Lob und für die anstehende OP wünsche ich Dir alles Gute.

      Schöne Grüße
      Thomas

  • Matthias

    16. April 2013 at 12:41

    Hi Tina,

    als „Leidensgenosse“ kann ich vermuten, wie es Dir geht und welche unüberschaubare Anzahl an Tipps und Hinweisen Du für die richtige Therapie bekommst.
    Ich bin auf diesem Blog, weil ich gerade seit meinem Kreuzbandriss am 17.2.13 eine sehr intensive Zeit erlebe.

    Ich wurde nicht operiert, sondern begab mich in die Hände von Benno Geissler. Benno hat mich 14 Tage nach dem Unfall eine Stunde lang behandelt (vermutlich ähnlich, wie Mohammed Kalifa) und seitdem geht es steil bergauf. Noch am Tag der Behandlung war ich 27km mit hoher Beweglichkeit und ohne Schmerzen mit den Inline-Skates unterwegs. Seitdem bin ich ca. 150km auf den Skates gestanden, Mountainbike und 8 Tage Ski gefahren. Ohne Schmerzen und ohne Probleme. Letzte Woche habe ich mit dem Joggen begonnen.

    Was ich damit sagen möchte!? M.E. wird oft zu schnell und unnötig operiert!

    VG Matthias

  • Alexandra

    16. Juli 2013 at 10:09

    Hallo Matthias,
    man kann auch ohne Kreuzband leben … es kommt nur darauf an, was Du noch alles machen willst. Ich habe viele Freunde die in jungen Jahren einen Kreuzbandriss hatten – nicht operiert wurden und nun kurz vorm künstlichen Knie stehen. Meine OP war am 29.04.13 und ich bereue es nicht. Kann nur jeden dazu raten sich operieren zu lassen

    viele Grüße
    Alex

  • Harald Brase

    23. November 2013 at 21:55

    Hallo ihr Vkb geplagten. Hatte am 26.07.2013 meine op Vkb Ersatz mit semitendinosussehne am linken Knie. Passiert ist alles beim fussballtraining ohne gegnereinwirkung. Leider mein zweiter kreuzbandriss,denn den ersten hatte ich bereits mit 25 Jahren am rechten Knie. Damals wurde ich in der mhh in Hannover operiert, Vkb Ersatz mit patellasehne. Danach habe ich weiterhin leistungsmässig Fußball gespielt und das sehr erfolgreich. Jetzt bei der erneuten op ist alles super verlaufen aber nach vier Tagen post op starke Schmerzen, Fieber, geschwollenes Knie. Ab zum Arzt und nach zwei Wochen rumdoktern eine Infektion im Gelenk festgestellt. Crp-Wert lag bei 265 . Auf meinen Druck hin Antibiotika zwei Wochen bekommen und zum Glück die Infektion bekämpft. Jetzt ca. 17 Wochen post op super Zustand des Knies da ich jeden Tag trainiert habe und somit mit viel Ehrgeiz und biss die Sache in den Griff bekommen habe. Dieser Beitrag soll nur zeigen, dass alles möglich ist,wenn man nur will. Der Fußball ist leider leistungsmässig vorbei aber mit jetzt 47 Jahren kann ich das ertragen, denn ich kann mit meinem 2 Jahre alten Sohn ja noch kicken und als Trainer ist ebenfalls noch alles möglich. Ich wünsche allen die eine op noch vor sich haben alles gute und denkt daran nicht nur eine gute op sondern eine 100 prozentige Nachbehandlung ist mit Sicherheit genauso wichtig, um wieder fit zu werden. Training ist alles, vor allem nicht nur kraft sondern stabilitätsübungen und Koordination. Good luck Harald brase

  • Harald Brase

    24. November 2013 at 17:15

    Einiges muss ich noch klarstellen zu meinem gestrigen Beitrag. Natürlich habe ich nach 17 Wochen post op noch anlaufschmerzen bei längerem sitzen oder ein taubheitsgefühl am Schienbein aber die Streckung 0 grad sowie und Beugung 135 Grad funktioniert bereits wieder ganz gut. Die Langzeitfolgen müssen ebenfalls abgewartet werden. Aber der jetzige Zustand des operierten Knies stimmt mich zuversichtlich. Also alles gute für euch Leidensgenossen.

  • Katharina

    6. Februar 2014 at 20:43

    Freut mich das Leidensgenossen gibt. Bin im Juni 2014. Am vorderen linken Knie Kreuzband operiert worden.

    Grundsätzlich alles gut gelaufen. Leider falsche Physio bekommen und hab fast von vorne anfangen müssen da ich aufeinmal Schmerzen und streckdefizit bekam.

    Jetzt Physiotherapie gewechselt und und gezielter Muskelaufbau und wieder durchbeißen. Und auf Verbesserung der streckung hoffen. 🙁 wollte alles richtig machen. Hab schon massiven Bewegungsmangel 😉

    Lg Katharina

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